1. Tag Lake Natron
Die abgelegene Strecke aus der
Zivilisation zum Lake Natron ist sehr staubig, unwegsam und wird daher auch nur selten
befahren. Bei schweren Regenfällen werden die tiefen Staublöcher unter Umständen zu
Schlammwüsten, die zu durchqueren mehr als schwierig werden könnte. Wir wollen Ihnen
damit sagen, dass der Besuch des Berges bzw. die Fahrt dorthin schnell zum handfesten
Abenteuer geraten kann.
Die aneinander gereihten Vulkane Kerimasi und
Loolmalassin begleiten Sie über 2 Stunden zu Ihrer Linken. Die grasgrünen Gipfel lassen
Ihre Höhe von über 3600 m nicht erahnen. Dutzende Dust Devils durchziehen das durch
Halbwüste, Savanne und Busch gekennzeichnete Land. Faszinierend der Krater eines
Meteoriteneinschlags zu dem wir Sie führen. Majestätisch ragen die riesigen Vulkankegel
des Tarosero, Monduli, Kitumbeine, Kerimasi und Gelai in den Himmel. Lassen sie sich den
Meteoritenkrater zeigen. Eine sehr staubige Lavapiste um den Oldoinyo Lengai herum führt
schließlich entlang der knapp 1000m hohen, fast senkrechten Wände des Ostafrikanischen
Grabenbruchs zum Lake Natron
und entlang dessen Ufer in Ihr Sengho Tented Camp. Nachmittags unternehmen Sie eine tolle
Exkursion. Unser Fahrzeug bringt Sie oder Sie wandern (ca. 30 Min.) unmittelbar zum
Grabenbruch. Sie wandern in eine Schlucht hinein, entlang, teilweise durch und in einem
sehr warmen Flüsschen. Die Wanderung ist ein kleines Abenteuer, nicht schwierig, aber mit
Bedacht und mit Führung zu unternehmen. Nach ca. 30 Minuten werden Sie an einen Ort
gelangen, den kein Mensch in dieser extrem trockenen, wüstenartigen Gegend vermuten kann:
Wasserfälle, Natur-Jakuzi, Palmen! Eine Wanderung in ein Paradies.
2. Tag Oldoinyo Lengai
Gegen 2 Uhr morgens endet die Nacht.
Für die Bergbesteigung Oldoinyo Lengai werden Sie mit dem Fahrzeug bis auf ca. 1200m
gefahren. Der Aufstieg sehr kühl, in klaren und windigen Nächten kalt. Ein warmer
Pullover, Überhose und winddichte Jacke sind erforderlich! Wir empfehlen Ihnen Träger
für Ihre Getränke Essen etc. zu engagieren (unser Guide organisiert das für Sie). Das
kostet nicht viel, beschäftigt Menschen und gibt Ihnen zusätzliche Freiheiten und
Genuss. Ein warmer Pullover, Überhose und winddichte Jacke sind erforderlich.
Im Morgengrauen werden Sie die letzten sehr
steilen 200 m zum Gipfel erklimmen. Der Oldoinyo Lengai ist durchgehend steil und im
Gipfelbereich ist im ca. 60° steilen Lavagelände unter Anleitung des Guides eine
sorgsame Trittwahl erforderlich.
Eine unwirkliche Szenerie erwartet Sie bei Erreichen des Kraterrandes: ein fauchender
Vulkan mit bizarrer Landschaft, auf dessen knirschendem Kraterboden Sie sich nicht nur mit
Herzklopfen, sondern auch nur sehr vorsichtig bewegen werden. Da der Krater aktiv ist,
bitten wir Sie, den Weisungen unseres Führers in jedem Falle zu folgen. Sie werden
Ausbrüche oder Ausflüsse von kalter Lava (schwarz und ca. 500°C) sehen. Ein Betreten
des Kraterbodens erfolgt auf eigene Gefahr.
Die wohl großartigste Landschaft Ostafrikas liegt heute
zu Ihren Füßen! Ihr hoher Standpunkt gibt Ihnen Einblick in die Kraterdimensionen des
Kitumbeine, Kerimasi und Embakai. Hunderte Satellitenkrater lassen das urgewaltige
Schauspiel ihrer Entstehung erahnen. Schon bei einigermaßen klarem Wetter grüßt der
gewaltige Mt. Meru mit seinen 4566 m herüber. Über 2000 m tiefer breitet sich das
Engarukabecken gegen Osten aus. Tiefe Gräben und Schluchten hat das Wasser auf seinem
kurzen Weg in den Lake Natron in den schwarzen Lavaboden gegraben. Wie eine Fata Morgana
liegt der See in seiner ganzen Großartigkeit unter Ihnen und nimmt Sie beim Blick vom
Gipfel des Oldoinyo Lengai gefangen.
